Keyword Optionen
Die meisten dürften schon einmal was von Keywords gehört haben. Das sind Wörter oder Wortgruppen, die du in die Google Suche eingibst, um nach etwas zu suchen. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die genau diese Suchbegriffe einbuchen, um die passenden Anzeigen zu schalten, wenn die Nutzer danach googlen.
Heute wollen wir uns gemeinsam einmal genauer mit den Keyword Optionen beschäftigen. Diese legen fest, wie genau unsere eingebuchten Keyword mit den gesuchten Begriffen des Nutzers übereinstimmen müssen, damit unsere Anzeige ausgespielt wird. Es gibt die vier bekannten Optionen: „weitgehend passend“, „modifiziert weitgehend“, „passende Wortgruppe“ und „genau passend.“ Vorsicht, Spoiler: Google hat uns eine der Optionen ab Mitte 2021 rausgekürzt. Aber welche und warum eigentlich?
Die Keyword Optionen anhand praktischer Beispiele:
1. Weitgehend passend:
Als erstes schauen wir uns einmal die Keyword Option „weitgehend passend“ an. Das ist die großzügigste aller Keyword Optionen. Hier werden sogar Anzeigen geschalten, wenn der Suchbegriff nur mit den eingegebenen Keywords verwandt ist, also bei relevanten Varianten, bei Schreibfehlern, Synonymen, Abkürzungen, etc.. Wenn wir z.B. das Keyword "Schwarze Hose" nehmen, werden auch Anzeigen auf Suchanfragen wie "Hose zu schwarzen Schuhen" oder "Jogginghose" geschalten. Somit kann man einen sehr großen Pool an Suchanfragen abdecken, hat aber gleichzeitig einen hohen Streuverlust. Aufgrund der hohen Ungenauigkeit, genießen wir diese Option mit höchster Vorsicht und ehrlich gesagt, kommt sie in unseren Google Ads Konten nicht oder nur Anfangs zum Suchbegriff-Sammeln zum Einsatz.
! Zum Eintragen der Keywords in Google Ads wird kein Symbol benötigt !
2. Passende Wortgruppe:
Die nächste Einstellungsmöglichkeit, welche wir dir näherbringen wollen, nennt sich „passende Wortgruppe.“ Hier werden dir zu deinem Suchbegriff die Ergebnisse angezeigt, die dem Keyword genau entspricht oder eine ähnliche Variante davon ist. Voran- und nachgestellte Begriffe werden toleriert, die Reihenfolge der Wörter ist ausschlaggebend. Diese Einstellung kann dir grundsätzlich mehr Flexibilität bringen als „genau passend“ (dazu kommen wir gleich) ist aber schon genauer und eingeschränkter als die Einstellung „weitgehend passend“. Wenn du z.B. ein Keyword mit „passende Wortgruppe“ auf das Keyword "Hose für Männer" schaltest, könnte die Anzeige auch bei Suchanfragen wie "blaue Hose für Männer", "günstig Hose für Männer kaufen" oder "bequeme Hosen finden" erscheinen.
! Zum Eintragen der Keywords in Google Ads wird das Keyword in Anführungsstriche gesetzt: "Keyword" !
3. Genau Passend:
Die exakteste Keyword Option nennt sich „genau passend.“ Es werden dir auf Suchanfragen nur Ergebnisse gelistet, die entweder dieselbe Bedeutung oder dieselbe Absicht haben, immer mit geringem Spielraum für Varianten. Damit kannst du sehr genau und auch am besten steuern, wer deine Anzeige sehen soll und wer nicht. Wenn wir jetzt wieder das Hosen Beispiel nehmen und diesmal eine "Hose für Herren" draus machen dann würde eure Anzeige bei z.B. folgenden Suchanfragen erscheinen: Herren Hosen, Hosen Herren, Herren Hose oder Hosen für einen Herren, nicht aber bei Blaue Hosen.
! Zum Eintragen der Keywords in Google Ads wird das Keyword in eckige Klammern gesetzt: [Keyword] !
4. Modifiziert weitgehend:
Als letztes wollen wir uns noch die Keyword Option modifiziert weitgehend anschauen. Bei dieser ist es so, dass bei dem modifiziert weitgehenden Keyword "schwarze Hose", nur Anzeigen geschalten werden, wenn beide Wörter in der Suchanfrage stehen also zum Beispiel „schwarze Hose kaufen.“ Bei der Suchanfrage "Hose kaufen" würde die Anzeige nicht geschalten werden. Dadurch kann relativ konkret festgelegt werden auf welche Suchanfragen die Anzeige geschaltet wird.
! Zum Eintragen der Keywords in Google Ads wird vor jedes Wort ein + geschrieben: +Keyword + Beispiel !
Damit ist jetzt Schluss - Modifiziert Weitgehend wird gestrichen!
Wie zu Beginn schon angekündigt, mussten wir uns jetzt von einer Option verabschieden. Ganz so dramatisch und folgenschwer wird der Abschied jedoch nicht werden.
Google hat sich dazu entschlossen, den Modifizierer aus den Optionen zu kicken. Stattdessen, wird seine Funktion kombiniert mit der von "Passende Wortgruppe". Der Google Bot ist mittlerweile so intelligent, dass er schlichtweg die Suchintentionen so gut erkennen kann, dass er auch ohne die vierte Keyword Option das beste und relevanteste Ergebnisse für den Nutzer ausspielen kann.
Besteht Handlungsbedarf? Ne, du kannst dich zurücklehnen. Ab Mitte 2021 wurden automatisch alle von dir gebuchten modifiziert weitgehenden Keywords automatisch zur Option "passende Wortgruppe". An der Art der Auslieferung sollte sich dadurch nichts ändern. Eigentlich bedeutet das nur ein bisschen weniger Arbeit für uns, wenn vielleicht auch der kleine Kontrollverlust einen faden Nachgeschmack hinterlässt.
Die neuen Bilderweiterungen bei Google Ads
Wie in meinem letzten Beitrag schon angemerkt, gibt es heute eine kleine News in Google Ads. Diesmal auch wirklich etwas, dass nicht nur mir neu ist, sondern von Google gerade ausprobiert wird und ich hoffe stark, dass es sich durchsetzen wird. Und zwar geht es um Bilderweiterungen in Suchnetzwerkkampagnen!
Was sind Bilderweiterungen bei Google Ads?
In Google Ads kann man ja auf den verschiedenen Ebenen (Kampagne-, Anzeigengruppe-, Anzeige) Erweiterungen einfügen. Ganz beliebt sind Snippet-Erweiterungen, Sitelink-Erweiterungen und Anruferweiterungen. Ich versuche immer, so viele Erweiterungen wie nur möglich bereitzustellen. Ob diese dann ausgespielt werden, liegt sowieso bei Google. Eins ist jedoch klar: Umso mehr Erweiterungen, desto mehr Informationen bekommt der Nutzer in den Suchergebnissen und umso auffälliger wird auch meine Anzeige. Man kann bei ordentlicher Pflege eigentlich nicht verlieren.
Seit Kurzem testet Google jetzt die Bilderweiterung. Das bedeutet, Google spielt zusätzlich zu der Anzeige noch ein Bild aus. Ich denke ich muss nicht erwähnen, wie viel Sichtbarkeit das generiert. Wieder einmal kannst du so einen prominenteren Auftritt hinlegen. Wähle darum deine Bilder mit Köpfchen, denn diese könnten entscheidend sein.
Wo kann ich Bilderweiterung in Google Ads hinterlegen?
Bilderweiterungen in Google Ads findest du bei allen Erweiterungen. Moment, ich zeigs dir:
- Wähle im dunkelgrauen Menü "Suchkampagnen" aus
- Dann öffnest du im hellgrauen Menü "Anzeigen und Erweiterungen"
- Klicke hier auf "Erweiterungen"
- Über das große blaue Plus-Symbol öffnest du das Dropdown und
- Voilà: Hier findest du dann auch die Bilderweiterungen
Der Rest ist ziemlich selbsterklärend. Bilder hochladen oder kürzlich verwendete Assets wählen, falls du schonmal Display-Kampagnen erstellt hast. Geht also ruckizucki.
Wieso habe ich die Bilderweiterungen nicht?
Das liegt einfach daran, dass es noch keinen endgültigen Roll-Out gab. Das bedeutet, in manchen Konten gibt es diese Funktion schon, in anderen hingegen noch nicht. Da haben wir als User keinen Einfluss drauf. Geduld ist mal wieder angesagt für alle, die bisher noch nicht zum auserwählten Kreis gehören. Ich selbst darf einige Kundenkonten in Google Ads betreuen und hier haben etwa 1/3 der Konten die Funktion schon freigeschalten bekommen.
Mein Résumé zu den Bilderweiterungen in Google Ads
Mega! Ich mag die neue Funktion sehr gern und auch bei allen Test haben die Bilderweiterungen sehr gute Klickraten, was ja dafür spricht, dass sie für die Suchenden sehr attraktiv und auffällig sind. Natürlich kann man aktuell noch kein allgemein gültiges Fazit ziehen, da bisher noch nicht jeder seine Anzeigen mit Bilderweiterungen ausstatten kann. Ich möchte nur nochmal jedem ans Herz legen, nicht einfach schnell schnell irgendwelche Bilder hochzuladen, sondern sich relevante Bilder in guter Qualität rauszusuchen, die einen seriösen und sauberen Eindruck vermitteln.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren! Bei Fragen gerne melden - and stay tuned ;)
Segmente in Google Ads
Seit einigen Jahren befasse ich mich jetzt schon mit dem Thema Google Ads. Als ich damit anfing hieß es ja noch Adwords... Seitdem habe ich viel dazugelernt, zum einen dank der kontinuierlichen Übung und Eigenrecherche. Zum anderen nutze ich das Angebot der Google Agents - Das sind fleißige Helferlein bei Google, die einem dabei helfen das Konto zu optimieren. Und auch wenn ich definitiv nicht mit allem übereinstimme, was mir die Google Agents sagen und teilweise auch aufdrücken wollen, gibt es in fast jedem Gespräch etwas neues, das ich bisher noch nicht kannte oder nicht genutzt habe. In meinem letzten Gespräch waren das die Segmente in Google Ads. Das will ich Dir jetzt einfach kurz mal zeigen.
Wo finde ich die Segmente in Google Ads?
Die Einstellung "Segment" gibt es in allen Ansichten in Google Ads: Bei der Kampagnen-, Anzeigengruppen-, und Anzeigenansicht. Suchen wir es beispielshaft mal gemeinsam:
- Dafür einfach mal auf der Seite links auf "Alle Kampagnen"
- Dann auf den Tab "Kampagnen"
- Und jetzt in der Zeile, wo ganz links das große Plus ist nach rechts gehen, bis man Segmente liest
- Draufklicken und Segment wählen
Wenn Du es einmal gefunden hast, findest du es in jeder anderen Ansicht auch, das war jetzt also mal die Segment-Grundlage.
Welche Segmente gibt es in Google Ads?
Über das Dropdown kann man dann das entsprechende Segment auswählen. Wichtig: Ganz oben gibt es "Keine Segmentierung". So kommst du dann aus der Nummer wieder raus... ich sag das, weil ich mich da mal geärgert hab und.. naja.
Direkt darunter kannst du jetzt dein Segment auswählen. Es gibt
- Zeit (mit zusätzlichem Dropdown, für noch mehr Möglichkeiten)
- Klicktyp
- Conversions (auch mit zusätzlichem Dropdown)
- Gerät
- Netzwerk mit Suchnetzwerk Partnern
- Obere Position im Vergleich zu anderen
- Anzeigenziel
Aus dieser tollen Auswahl kannst du dir jetzt ein Segment auswählen. Die Ergebnisse werden direkt unter der Kampagne/Anzeigengruppe/Anzeige gezeigt - je nachdem in welcher Ansicht du eben bist. Natürlich findet hier jeder etwas anderes interessant, es verfolgt ja auch jeder andere Ziele. Ich zeig Dir mal, welche ich gerne verwende.
Netzwerk mit Suchnetzwerk-Partnern - Mein liebstes Segment in Google Ads
Zugegeben, diesen Tipp habe ich von einem Google Agent bekommen, erst dadurch bin ich so recht auf die Segmente aufmerksam geworden. Also es geht hier darum, wo die Anzeigen ausgespielt werden. Beispielsweise wird bei Suchnetzwerkkampagnen unterschieden zwischen der Google Suche und den Suchnetzwerk-Partnern. Erstaunlicherweise ist es in allen Konten, die ich aktuell betreuen darf so, dass die Klickrate bei der Google Suche echt gut ist - die Partner dagegen ganz schön versagen. In allen Fällen war bei mir die Klickrate dort unter 0,5 %. Da bin ich erstmal etwas erschrocken, ich hätte nie gedacht, dass es so große Unterschiede macht.
Wie kann ich dieses Problem lösen:
- Wähle eine betroffene Kampagne aus
- Klicke in dem hellgrauen Menü links auf "Einstellungen"
- Dort findest du den 4. Punkt "Werbenetzwerke"
- Öffne das Dropdown und nehme den Haken bei "Suchnetzwerk-Partner einbeziehen" raus
Ab jetzt wird nur noch die Google Suche mit deinen Anzeigen bespielt, also dort, wo es relevant ist.
Conversions je Anzeige anzeigen - So helfen mir die Segmente bei der Auswertung
Besonders schön zur Anzeigen-Auswertung ist das Segment "Conversions". Über ein weiteres Dropdown kann man hier wählen, was genau man sehen möchte: Aktion, Kategorie, Quelle, etc. Ich entscheide mich gerne für die Aktion, denn so werden mir unter der Anzeige alle Conversions aufgelistet, die über die Anzeige passiert sind, also z. B. "Kontakt Anruf", "Lead Formular gesendet" oder was auch immer als Conversion hinterlegt wurde.
Ich bin gespannt, was ich als nächstes entdecke. In meinem letzten Call mit meinem Agent habe ich schon etwas neues ausprobieren dürfen, was sich gerade im Roll-Out befindet. Dazu wird bestimmt in Kürze auch ein kleiner Blogbeitrag folgen :)
Viel Spaß beim Segmentieren!
Responsive Suchanzeigen bei Google Ads
Seit einigen Jahren ist neben den klassischen Textanzeigen von Google Ads auch ein weiteres Anzeigenformat verfügbar. Die sogenannten Google Response Ads (RSA). Dies war eine gute Ergänzung zu den klassischen Textanzeigen. Doch bekommen die RSA ab Juni nun noch mehr Bedeutung - wir schreiben diesen Blogbeitrag schließlich nicht ohne Grund :). Ab Ende Juni wird es keine erweiterten Textanzeigen mehr geben. Deswegen wollen wir auf die responsive Suchanzeigen jetzt mal genauer eingehen.
Was unterscheidet diese responsive Suchanzeigen eigentlich vom klassischen Anzeigenformat? Und was macht eigentlich eine erfolgreiche responsive Suchanzeige aus?
Was unterscheidet responsive Suchanzeigen von erweiterten Suchanzeigen?
Die erweiterten Suchanzeigen sind in sich geschlossene Textanzeige mit fixem Titel und fixer Beschreibung, so wie in der Abbildung zu sehen ist. Im Endeffekt werden die Texte, so wie sie in der Vorlage vorgegeben sind, dann auch in den SERPs angezeigt, im schlimmsten Fall ändert sich hier nur die Reihenfolge der Textbausteine. Erweiterte Textanzeigen geben uns Marketern dadurch viel Kontrolle und gute Vergleichsmöglichkeiten der verschiedenen Anzeigen. Damit ging jedoch bisher immer viel Zeitaufwand einher, da jede Anzeige neu erstellt werden muss und die Kombination verschiedener Textelemente immer eine neue Anzeige bedeutete. Dieses System wird nun von einem halbautomatischen System abgelöst, den responsiven Suchanzeigen.
Die Inhalte der responsiven Suchanzeigen werden von dem Account Manager gepflegt, die künstliche Intelligenz übernimmt den Rest. Google bedient sich bei den RSA an dem Wissen des Machine Learning und stellt die eingegebenen Textzeilene immer neu und auf den Suchenden ausgelegt zusammen. Das spart uns Marketern natürlich jede Menge Zeit, macht A/B-Testings der Anzeigen und viel Kontrolle aber leider fast unmöglich.
Google Responsive Search Ads selbst erstellen:
Wie schon beschrieben liefert bei diesem Anzeigenformat der Accountmanager die Textzeilen und davon nicht zu knapp. Vielmehr wird eine Art von Materialsammlung verfasst aus der die K.I. schöpfen kann. Heißt, zuerst müssen Bausteine für eine responsive Suchanzeige erstellt werden.
Maximal 15 solcher Bausteine kann man pro Anzeige anlegen. Der Anzeigentitel besteht in den SERPs letztendlich aus drei solcher Bausteine. Die KI wählt also drei unserer Bausteine aus und setzt sie möglichst zielführend zusammen. Ein bisschen können wir hier die Texte beeinflussen. Über die Pinnnadel kann festlegen werden, welche Textzeile am Wichtigsten ist und unbedingt an erster Stelle stehen soll. Ansonsten geben wir alles aus der Hand und müssen auf die Intelligenz von Google vertrauen. Google selbst empfiehlt allerdings das Anpinnen nicht, denn das Erstellen der Favoriten verhindert die freie Verwendung der Elemente und Bausteine und damit sozusagen das Ermitteln der Kombinationen, welche den meisten Traffic generieren.
Die Anzeige wird von der KI dann noch mit zwei von den vier Beschreibungstexten vervollständigt. Tadaaaaa - schon ist die perfekte responsive Suchanzeige entstanden, welche jede Suchanfrage individuell und perfekt beantworten kann... hoffentlich.
Die Vorteile von responsive Suchanzeigen
Der größte Vorteil der responsiven Suchanzeigen ist die Flexibilität, denn diese erscheinen immer in der Form, welche die Werbefläche optimal nutzt. Wie schon gesagt, mischt Google die Anzeigentexte auf die gestellte Suchanfrage optimal ab und verspricht damit die besten Ergebnisse. Außerdem passen sich die Anzeigen den jeweiligen Größen des Endgerätes an, auf welchen sie angezeigt werden. Wenn man mit einem Handy oder anderem Mobilen Endgerät nutzt werden kürzere Anzeigen erzeugt. Für den Desktop sind dann im Gegenteil längere Anzeigen relevant, um bei der großen Displaygröße aus dem Vollen zu schöpfen.
Und natürlich die Zeitersparnis. Über die responsiven Suchanzeigen müssen wir nicht mehr drei Textanzeigen erstellen, sondern können uns auf eine RSA beschränken. Damit verkürzt sich auch das Monitoring und wir können unseren Fokus vermehrt auf die Keywords und Conversion-Optimierung legen.
Gibt es denn auch Nachteile der RSA?
Doch bei diesen ganzen Vorteilen stellt sich natürlich direkt die Frage ob und welche Nachteile denn mit der Umstellung verbunden sind. KI schön und gut, aber wir geben nun wieder ein Stück mehr Kontrolle ab. Wir wissen letztendlich nicht, wie unsere Texte ausgespielt werden, welche Kombinationen also von Google gewählt werden. Außerdem haben wir bereits die Erfahrung gemacht, dass unsere Conversions mit den responsiven Suchanzeigen schlechter waren als mit den Textanzeigen. Eingreifen können wir hier eigentlich kaum mehr.
Fazit zu den responsiven Textanzeigen
Alles in allem kann man abschließend sagen, dass Google immer intelligenter wird und dieses Wissen auch Google Ads einen großen Sprung vorantreibt. Wir verlieren zwar ein Stück Kontrolle, doch dem stehen auch die große Zeitersparnis und der gigantische Erfahrungsschatz der KI gegenüber. Unser web.SKOR Tipp zum Abschluss: Am besten jetzt schon mit dem Nachrüsten all eurer Kampagnen beginnen, damit die Umstellung im Juni kein Problem darstellt.
Was sind Interstitials?
Es schwirren ja viele Fachbegriffe im Online Marketing Universum umher, manche sind sehr gängig, andere hört man eher selten und einige sind irgendwie so gar nicht eingängig. Mir geht es so mit den Interstitials. Darum hier einmal ganz kurz die Klärung der spannenden Frage:
Was sind denn eigentlich Interstitials?
Als Intersititals wird die sogenannte "Unterbrecherwerbung" bezeichnet. Die Herkunft des Wortes kommt aus dem englischen und wird mit "Zwischenräume bildend" übersetzt. WOW. Bisher kann ich mir noch gar nichts drunter vorstellen. Tauchen wir ein bisschen tiefer.
Am besten kann man sich diese Art von Werbung vorstellen, wenn man wirklich von einer Unterbrechung ausgeht. Man geht auf eine Webseite und als erstes kommt ein großes Pop-Up, das den ganzen Bildschirm einnimmt. Manchmal kommt dieses große Pop-Up auch erst, wenn man weiter runter scrollt, etwas anklickt oder mit der Maus Richtung "Seite verlassen" navigiert. Es wird also das geplante Verhalten auf der Webseite unterbrochen und kreiert dafür den schönen Namen: Interstitial.
Interstitials können auf in anderen Formen auftreten, zum Beispiel als
- Pop-Under
- Video-Interstitials
- Flash-Layer
- Prestitials
- ...
Vor- und Nachteile von Interstitials
Ich denke, die Vorteile sind relativ klar, wenn auch überschaubar: Es gibt eigentlich keine Möglichkeit, ein Interstitials zu übersehen. Es ist wohl die auffälligste Art, seine Seitenbesucher auf Gutscheine, Aktionen, Produkte oder einen Newsletter aufmerksam zu machen. Und während andere Werbebanner seitlich am Bildschirm oft übersehen werden oder man eine gewisse Werbeblindheit entwickelt, so sind Intersititals zu auffällig um sie nicht zu bemerken.
Ein vermehrter Einsatz kann jedoch schnell in Frust oder Ärgernis auf Seiten des Besuchers umschlagen, weil es sowohl am Desktop als auch Smartphone den ganzen Bildschirm blockiert und die Intention des Lesens / Klickens verhindert. Seit 2017 wird die übermäßige Verwendung sogar von Google abgestraft. Auch die Ladezeit der Seite wird negativ durch Interstitials beeinflusst, genießt sie also bitte mit Vorsicht!
Keywordrecherche mit Humor
Es muss ja nicht immer alles super-ernst sein, oder? Auch bei vermeintlich trockenen Themen wie der Keywordrecherche darf man mal was mit Humor nehmen. Auf unserem Instagram Account haben wir dafür schon ein extra Story-Archiv angelegt, damit wir unsere Highlights mit unseren Followern teilen können aber DAS REICHT UNS NICHT! Wozu hat man denn bitte einen Blog auf der eigenen Webseite, wenn man ihn nicht auch mal auf einen kleinen humoristischen Exkurs nutzt? And also - Who is gonna stop me? ;)
Grinsend durch die Keywordrecherche
Wer unsere vorherigen Blogbeiträge fleißig gelesen hat, der weiß bereits, dass wir für unsere Keywordrecherchen das kostenpflichtige Tool SE Cockpit von Swissmademarketing* verwenden. Man gibt dort einen Suchbegriff ein und erhält zusätzlich zu dem Suchvolumen und dem cpc auch noch viele ähnliche Suchbegriffe - Und das kann auch mal lustig enden:
Lustige Google Suggest Vorschläge
Wer kennts nicht - die Google Suggest Vorschläge, die du so nie geplant hattest! Ich freue mich immer wieder, wenn mich Google "hinter die Kulissen" schauen lässt, denn letztendlich gibt der Suchmaschinen-Riese auch nur das wieder, was er tagtäglich zu lesen bekommt. Und wir wissen ja alle: Nie ist man ehrlicher als bei der Google Suche ;)
Ein Beispiel: Ich möchte von Google wissen, wie ich die besten Keywords finden kann. Hier wird mir erst so richtig bewusst: Es gibt ja noch so viel mehr, was ich nicht wusste! Zum Beispiel habe ich mir noch nie Gedanken über mein Krafttier gemacht... oder will ich das überhaupt? Das kann ich nämlich auch Google fragen.
Heute haben wir in diesem Blogbeitrag gelernt, dass man in Blogbeiträgen nicht immer was lernen muss, sondern auch mal eine freche, kurze Lektüren zwischendurch konsumieren darf. Viel Spaß mit euren weiteren Keywordrecherchen und einen erheiterten weiteren Tag.
Keywordrecherche mit Tiefgang - Die Praxis
Der trockene Teil der Keywordrecherche liegt hinter uns, die Grundlagen sind alle geklärt. Jetzt schauen wir uns in der Praxis an, wie man an so eine Keywordrecherche rangeht. Dazu möchten wir Tools vorstellen, die sich hervorragend dafür eignen und eine original web.SKOR Keywordmap präsentieren, die uns bei jedem Projekt den Überblick behalten lässt.
Keywordmap-Vorlage von web.SKOR downloaden
Tools für eine starke Keywordrecherche
- Keyword Planer von Google: Der Google Keyword Planer ist ein kostenfreies Tool, mit dem du einen guten Überblick über deine Keywords erhältst. Schön sind auch die Keywordvorschläge, um weitere Ideen zu finden. Du benötigst dafür nur ein Google Ads Konto.
- SwissMadeMarketing*: Dieses kostenpflichtige Tool lohnt sich besonders für große Firmen oder Agenturen. Man kann seine Projekte speichern, einfach aktualisieren und bekommt neben Vorschlägen auch das monatliche Suchvolumen und den durchschnittlichen CPC
- Google Suggest: Tippe deine Keywordideen in die Google Suche und lass dich von den Vorschlägen inspirieren. Die einfachste und schnellste Art um Ideen zu sammeln
- AnswerThePublic: Auch ein kostenfreies Tool, womit du ganz weit in die Tiefe gehen kannst. Du gibst bei dem grusligen Typen im Suchfeld dein Thema ein und kannst dann auf sämtliche Fragen zugreifen, die dieses Thema betreffen.
- Google Trends: Ist dein Thema saisonal? z.B. Freibäder, Eisdielen, Weihnachten - die Suchanfragen variieren stark über das Jahr gesehen. Google Trends zeigt dir, wie der Suchanfragen-Verlauf ist.
Du hast dir ein Tool rausgesucht, das nicht in dieser Liste ist? Wunderbar! Es gibt so tolle Angebote in der großen weiten Webwelt, da gibt es kein richtig und kein falsch. Wobei... nichts davon zu nutzen und das Bauchgefühl als Recherchetool zu nutzen, das wäre wohl doch falsch.
web.SKOR Keywordmap
Wir haben uns einmal die Mühe gemacht und eine schöne Vorlage für unsere Keywordrecherchen angelegt, nachdem wir festgestellt haben, dass wir immer wieder auf sie zurückgreifen und auch abgleichen. Das ganze ist auch kein Hexenwerk - in unserem Fall ist es eher ein Exel-Werk. Eine Excel-Tabelle, drei Reiter, viele sinnvolle Keywords. Und so gehts:
- Wir fangen mit einer Keyword-Sammlung im Google Keyword Planer / SwissMadeMarketing an. Dabei geben wir unsere ganzen Ideen ein, nehmen die Vorschläge der Tools (oder z.B. auch von Google Suggest, Google Trends, etc.) mit hinzu und erweitern so unsere Ergebnisliste. Geh zu diesem Zeitpunkt noch nicht jeden einzelnen Begriff durch, das frisst nur Zeit. Nutze die Filter Funktion um sinnfreie Begriffe auszuschließen - z.B. ‘kostenlos’ wenn du eigentlich etwas verkaufen willst oder Namen der Konkurrenz etc..
- Exportiere die gesamte Liste jetzt in den ersten Reiter der Keyword-Map-Exel-Liste (wir haben sie “Bearbeitung” genannt und zwar in die Spalte B, sodass die Spalte A frei bleibt. Jedes Keyword bekommt natürlich seine eigene Zeile.
- Gehe nun Zeilenweise deine Keywords durch. Keywords, die für dich nicht in Frage kommen, erhalten in Spalte A ein ‘X’. Beim Durchlesen der Liste erhältst du ein gutes Gefühl dafür, was deine Kunden tatsächlich suchen. Überlege dir bei der 1. Aussortierung deswegen gleich eine gute Gliederung für die Keywords.
- Filtere Spalte A nach den ausgeschlossenen ‘X’ Keywords. Diese kannst du dann alle über die Zeilenauswahl markieren und ausblenden oder löschen.
- Gliedere nun die übriggebliebenen und damit auserwählten Keywords sinnvoll nach
- Seitenstruktur deiner Webseite (z.B. Home, Leistungen, Produkte...)
- Suchintentionen (z.B. Information, Kommerziell,...)
- Lokaler Ausrichtung (z.B. Agentur Mühldorf, Agentur Rosenheim,...)
- Produkten (z.B. Butter gesalzen, Butter ungesalzen, Butter Yoghurt)
- ...
- Übertrage die gegliederten Keywords in den nächsten Reiter. In unserem Fall ist das entweder Webseite oder Ads.
Voila! Dein Keyword-Tieftauchgang ist hiermit beendet. Du hast eine wunderbare Keyword-Map erstellt, die dir einen Überblick über so viele Keywords gibt, an die du davor auch noch gar nicht gedacht hast.
Und nochmal: Klicke auf Keywordmap-Vorlage um dir unser Template runterzuladen.
Fun Fact: Hast du ein Produkt, das nicht einfach zu schreiben ist, kannst du auch Keywords mit Tippfehlern verwenden. Besser ist das definitiv auf Google Ads, denn deine Webseite sollte schon fehlerfrei sein, aber hab das einfach mal im Hinterkopf.
Bauchgefühl war einmal, jetzt verstehst du deine Kunden wieder ein Stück besser. Oft ist man verwundert, welche Wortwahl manche Nutzer verwenden, aber genau dafür soll dir die Keywordrecherche die Augen öffnen.
Bei Fragen kannst du dich jederzeit an uns wenden, wir helfen dir immer gerne.
**Affiliate-Link: Wenn Du über diesen Link einen Kauf tätigst, bekommen wir eine Provision. Dich kostet das natürlich keinen Cent mehr.
Keywordrecherche mit Tiefgang
Kennst du die relevanten Keywords für dein Business? Viele unter uns würden jetzt stolz behaupten “Natürlich, ich weiß wie meine Kunden suchen ”. Doch leider beruht diese These oftmals auf einem Bauchgefühl. Du bist mit Sicherheit der Experte für deine Firma / die Firma in der du arbeitest. Genau das könnte dir das Bein stellen. Dein Experten-Wording, deine Firmen Insights und dein mächtiges Themen Know-How machen dich blind für die Stolpersteine der Neukunden. Im Klartext: Es ist nicht wichtig, wie du gefunden werden möchtest, sondern wie die Nutzer tatsächlich nach dir suchen. Wenn du dafür nicht optimal gerüstet bist, entgehen dir möglicherweise wertvolle Seitenbesucher. Darum ist der erste Schritt für eine Webseiten-Überarbeitung, eine ordentliche Keyword-Map zu erstellen. Diese kannst du selbstverständlich auch für deine Ads verwenden.
Keywordarten deiner Keywordrecherche
Jeder von uns gibt mehrmals die Woche eine Suche in Google ein. Nicht umsonst hat sich der Begriff “googeln” bereits 2004 in unseren geliebten Duden geschlichen. Denk doch mal an dein eigenes Suchverhalten. Wenn du dich erstmalig über eine Sache informierst, wie sehen deine Anfragen aus? Wahrscheinlich eher etwas kürzer, z.B. “Spiegelreflexkamera”. Umso tiefgehender deine Suche wird, desto länger und spezifischer werden auch deine Suchen: “Sony A58 Spiegelreflex kaufen”. Unbewusst bist du somit von einem Short Tail Keyword zu einem Long Tail Keyword gewechselt. Hier die Erklärung:
Art | Anzahl der Wörter | Beispiel |
---|---|---|
Short Tail Keyword | 1-2 Wörter | Spiegelreflexkamera |
Mid Tail Keyword | 2-3 Wörter | Spiegelrelflexkamera Sony kaufen |
Long Tail Keyword | über 3 Wörter | Sony A58 online kaufen |
Aus der Sicht deiner Firma gilt: Umso genauer das Keyword, desto höher die Conversion-Möglichkeit. Das liegt daran, dass der Kunde mit dem Long Tail Keyword schon sehr weit fortgefahren ist in seinem Kauf-Zyklus, sich also schon intensiv mit dem Thema befasst hat und definitiv Interesse besteht.
Die Intentionen der Suche
Wie schon angedeutet, wird bei Keywordrecherchen zwischen verschiedenen Intentionen unterschieden:
- Brand Keywords: Der Nutzer sucht nach einen etablierten Markennamen wie z.B. Google, Amazon, Otto, etc.
- Informationelle Suchanfragen: Der Nutzer befindet sich im Informations-Modus. Sehr beliebt sind in diesem Stadium die Google Snippets, eine stichhaltige Erklärung oder auch Do It Yourself Anleitungen
- Kommerzielle Suchanfrage: Erkennt man an Suchbegriffen mit ‘kaufen’, ‘buchen’ oder ‘bestellen’. Hier liegt eine klare Kaufabsicht des Nutzers vor
- Transaktionelle Suchanfrage: Diese kann ein Kauf sein, genauso auch ein Download, eine Telefonnummer für einen Anruf, oder jegliche andere Conversion
Die passende Landingpage für die Keywordarten
Jeder Kunde verdient es, richtig von dir abgeholt zu werden. Bediene die Bedürfnisse der Kunden indem du die Landingpages auf deine Nutzer ausrichtest. Schauen wir uns das ganze am Beispiel der informationellen Suchanfragen an. Du wirst Nutzer, die nach Informationen suchen, nicht zu einem Kauf bewegen können, im ärgsten Fall schreckst du sie sogar ab. Gib ihnen was sie wollen, nämlich Informationen. Gestalte deine Landingpage übersichtlich, mit Bulletpoints, Tabellen und Grafiken (also ganz nach HPCF-Richtlinien). Das heißt jedoch nicht, dass du einen potentiellen Interessenten einfach wieder gehen lassen sollst. Biete die wichtigsten Informationen gebündelt als E-Book an, welches sich dein Kunde runterladen kann, indem er sich in deinen Newsletter einträgt. Über diesen sogenannten Tripwire bist du eine E-Mail-Adresse reicher geworden und kannst mit dem Kunden nun eine Beziehung aufbauen.
- Ende -
For now! Ich lass dich jetzt hier nicht so hängen, schließlich brennt es dir bestimmt unter den Nägeln, jetzt Keywords zu recherchieren. Es fehlen nur noch die Praxistipps. Diese kommen im nächsten Beitrag. Nicht verpassen!
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